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Ministerpräsident Platzeck legt Grundstein für grünes Wasserstoffprojekt und Multi-Energie-Tankstelle

ENERTRAG - Ministerpräsident Platzeck legt Grundstein für grünes Wasserstoffprojekt und Multi-Energie-Tankstelle


Baustart für Pilotprojekt zur Nutzung von grünem Wasserstoff am Hauptstadtflughafen BER

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Berlin-Schönefeld (iwr-pressedienst) - Das Windkraftunternehmen ENERTRAG, der Industriegasekonzern Linde und das Energieunternehmen TOTAL vollziehen mit der Grundsteinlegung zur ersten CO2-neutralen Tankstelle am zukünftigen Hauptstadtflughafen BER den nächsten Schritt zur Marktreife der Wasserstoff-Technologie. 


Zusammen mit den assoziierten Unternehmen McPhy Energy und 2G Energietechnik bieten die Projektpartner erstmals Lösungen für eine der Kernherausforderungen der Energiewende, der Speicherung erneuerbar gewonnener Energie. Ab Herbst 2013 sollen am BER Wasserstofffahrzeuge mit "grün" erzeugtem Wasserstoff betankt werden.  Damit zeigen die kooperierenden Unternehmen, dass umweltfreundliche Mobilität auf der Basis von erneuerbarer Energie machbar ist.


Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, stellte heute bei der offiziellen Grundsteinlegung in Schönefeld heraus: "Grüner Wasserstoff gilt als wichtiges Element der Energiewende. Brandenburg ist heute schon Vorreiter unter den Bundesländern und möchte seine Führungsposition bei den erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Wir freuen uns, dass ganz unterschiedliche Partner bei einem solchen Pionierprojekt ihre Fachkompetenz vereinen!"

 

Grüner Wasserstoff dient als Energiespeicher und liefert Wärme und Elektrizität

Das Projekt erweitert die bereits in Betrieb genommene TOTAL Station an der Zufahrt zum BER um einen Wasserstoffkomplex. Den erforderlichen Strombedarf liefert ein eigens dafür geplanter Windpark von ENERTRAG.  Außerdem tragen Solarpanele des TOTAL Tochterunternehmens SunPower auf dem Tankstellendach zur umweltfreundlichen Energiebilanz des Projekts bei.


Mit 100% regenerativ gewonnener Elektrizität wird Wasser in einem von ENERTRAG betriebenen Elektrolyseur in seine Bestandteile Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H2) aufgespalten. Der 500-kW-Druckektrolyseur (45 bar) produziert über 200 kg grünen Wasserstoff am Tag. Dies entspricht etwa 50 Tankfüllungen von Brennstoffzellenautos. So dient Wasserstoff als Speicher für Strom, der etwa bei zu starkem Windaufkommen nicht ins Netz eingespeist werden kann. 


Linde ist für Entwicklung, Installation und den technischen Betrieb der Wasserstoff-Tankstelle verantwortlich. Dazu gehören ein 45-bar-Hochtank, der H2-Verdichter und die Speicherung in 450-bar-Flaschenspeichertanks. Darüber hinaus versorgt Linde künftig einige seiner Industriekunden mit grünem Wasserstoff aus Schönefeld.


Zudem betreibt der umweltfreundlich erzeugte Wasserstoff ein von 2G Energietechnik produziertes Blockheizkraftwerk (BHKW), das den grünen Energieträger in Wärme und Strom rückverwandeln kann. Ein von McPhy bereitgestellter Feststoffspeicher nimmt bis zu 100 kg des aus der Elektrolyse fluktuierend erzeugten Wasserstoffs auf und stellt somit eine kontinuierliche Versorgung des BHKW (Kraft-Wärme-Kopplung) sicher.  Alternativ ist das Kraftwerk auch für den Einsatz mit Erdgas (10% Bio-Anteil) geeignet.

 

Grüner Wasserstoff ermöglicht CO2-freie Mobilität von Brennstoffzellenfahrzeugen

An zwei Zapfsäulen der Multi-Energie-Tankstelle von TOTAL können ab Herbst 2013 Autos und Busse grünen Wasserstoff tanken. Zu den Vorteilen des H2-Kraftstoffs für mit Brennstoffzellen betriebene Elektrofahrzeuge gehören die kurzen Betankungszeiten, hohe Reichweiten und eine CO2-freie Nutzung. 


Die Pilotanlage zur Nutzung von grünem Wasserstoff am BER soll außerdem einen Forschungscampus beinhalten. Zudem ermöglicht die gesamte CO2-Einsparung über die Erzeugung erneuerbarer Energie in dem Projekt zudem, die Emissionen der an der Tankstelle vertriebenen konventionellen Kraftstoffe rechnerisch zu neutralisieren.

 

Werner Diwald, Vorstand ENERTRAG unterstrich: "Für das Gelingen der Energiewende stellt die Nutzung von CO2-frei erzeugtem Wasserstoff bzw.  Power to Gas einen zentralen Baustein dar. ENERTRAG liefert bedarfsgerechte Energie für die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität –komplett CO2-frei und genau dann, wenn sie gebraucht wird. 


Mit dem Projekt am Hauptstadtflughafen setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen Meilenstein, der auch internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird."


Markus Bachmeier, Leiter Hydrogen Solutions, Linde AG, sagte: "Linde bringt bei dieser Tankstelle seine führende Expertise bei der Wasserstoff-Speicherung, -Komprimierung und –Betankung ein. Dank der kompakten und standardisierten Technik sowie der nachhaltigen Wasserstofferzeugung aus Windenergie kann dieses Projekt Modellcharakter für den weiteren Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur haben."


Hans-Christian Gützkow, Geschäftsführer TOTAL Deutschland erläuterte: "An unserer Multi-Energie-Tankstelle bieten wir alle heute zur Verfügung stehenden Energieträger an. Dazu gehören unsere herkömmlichen Qualitätskraftstoffe auf Mineralölbasis, die auch weiterhin die wichtigste Säule für unser aller Mobilität sein werden. 


Hinzu kommen Erdgas und Autogas sowie Elektroladesäulen und grüner Wasserstoff. Mit unserer Tankstelle der Zukunft schließen wir den Kreislauf CO2-freier Mobilität!"


Patrick Schnell, Vorsitzender Clean Energy Partnership (CEP) erklärte:

"Mit der Multi-Energie-Tankstelle am zukünftigen Flughafen BER entsteht die fünfte H2-Station innerhalb der von der Bundesregierung geförderten Clean Energy Partnership (CEP) in Berlin-Brandenburg. 


Insgesamt fahren in der Hauptstadtregion über 50 Brennstoffzellenfahrzeuge und machen die Region zu einem weltweiten Leuchtturm der Wasserstoffmobilität." An der CEP sind auch führende internationale Autohersteller beteiligt, von denen einige angekündigt haben, ab 2015 erste Wasserstoff-Autos in Serie zu bauen.

 

Investitions- und Betriebskosten liegen bei 10 Millionen Euro

Die Investitions- und Betriebskosten (Wartung und Instandhaltung) bis Mitte 2016 belaufen sich für alle Partner zusammengenommen auf rund 10 Millionen Euro. Linde und TOTAL investieren jeweils über drei Millionen Euro, ENERTRAG trägt zwei Millionen Euro, 2G eine Million Euro und McPhy 800.000 Euro.


Im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzellen-technologie (NIP) erhalten die Kooperationspartner jeweils 50% Förderunterstützung der Bundesregierung auf ihren Beitrag für den Wasserstoffkomplex. Das NIP ist Teil der Hightech-Strategie für Deutschland und passt sich in die "Kraftstoffstrategie der Bundesregierung" ein. Koordiniert wird das NIP von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).

 

Gemeinsame Absichtserklärung für Wasserstoff-Tankstellen

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung(BMVBS) hat im Sommer 2012 in einer gemeinsamen Absichtserklärung mit Unternehmen den Ausbau des Wasserstofftankstellennetzes in Deutschland bekräftigt. Bis 2015 wird es in Deutschland ein Versorgungsnetz mit mindestens 50 öffentlichen Tankstellen geben.


Bund und Industrie bauen mit einem Gesamtvolumen von über 40 Millionen Euro im Rahmen des NIP das bestehende Netz von derzeit 15 auf 50 Wasserstoff-Tankstellen aus. Damit erfolgt eine marktrelevante Erprobung innovativer Tankstellentechnologie und es wird eine bedarfsgerechte Versorgung der bis dahin avisierten 5.000 Brennstoffzellenfahrzeuge in Deutschland sichergestellt. Im Fokus des Aufbauplans stehen Metropolregionen und die Schaffung von Korridoren zur Verbindung dieser Metropolregionen.

 

 

Über die CEP:

Die Clean Energy Partnership – ein Zusammenschluss von fünfzehn führenden Unternehmen – hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als "Kraftstoff der Zukunft" zu etablieren. 


Mit Air Liquide, den Berliner Verkehrsbetrieben BVG, BMW, Daimler, Ford, GM/Opel, der Hamburger Hochbahn, Honda, Linde, Shell, Siemens, Statoil, TOTAL, Toyota, Vattenfall Europe und Volkswagen beteiligen sich Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der größten Automobilhersteller und zwei führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs an dem wegweisenden Zukunftsprojekt. Seit 2008 wird die CEP durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellen-technologie (NIP) gefördert.


www.cleanenergypartnership.com

  

Berlin-Schönefeld, den 5. Dezember 2012


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