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Biogasrat+ fordert von Unternehmen und Staat mehr Ehrlichkeit in der Strompreisdebatte

Biogasrat+ fordert von Unternehmen und Staat mehr Ehrlichkeit in der Strompreisdebatte


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Berlin (ots) - 15.10.2012 - Anlässlich der heute offiziell verkündeten Korrektur der EEG-Umlage auf 5,28 ct/kWh für 2013 warnt der Biogasrat+ ausdrücklich davor, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die EEG-Umlage als Preistreiber in der Debatte um steigende Stromkosten für die Verbraucher an den Pranger zu stellen.


"Wir brauchen eine ehrliche Diskussion, bei der klar thematisiert wird, wie die EEG-Umlage eigentlich funktioniert, wer davon in welchem Umfang profitiert und welchen Anteil die EEG-Umlage an den Stromkosten hat", fordert Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat+. 


"Erneuerbare treiben den Strompreis nicht in die Höhe, sondern lassen ihn nachweislich sinken", so Schultz weiter und verweist auf die Einkaufspreise an der Leipziger Strombörse. Lag hier der durchschnittliche Einkaufspreis für Base-Load-Strom im Zeitraum von Jan.- Sept. 2011 noch bei 5,2 ct/kWh, sank er in 2012 um rund 16 % auf 4,3 ct/kWh. 


Diese Preisvorteile würden von den Stromversorgern jedoch nicht an die Verbraucher weitergeben, kritisiert der Biogasrat+. "Verbraucher zahlen im Durchschnitt 25,7 Cent pro Kilowattstunde und davon sind aktuell ganze 3,59 ct/kWh EEG-Umlage, ab demnächst 5,28 ct/kWh. 


Über die verbleibende Preisdifferenz müssen wir offen diskutieren", erklärt Schultz sowohl mit Blick auf die EVU und deren sinkende Beschaffungskosten für Strom als auch auf die steuerliche Behandlung erneuerbaren Stroms.


"Der unmittelbar staatliche Anteil am Strompreis, also Stromsteuer, Mehrwertsteuer und Konzessionsabgaben macht derzeit allein knapp 8 ct/KWh aus, also deutlich mehr als die EEG-Umlage."


Aber auch die EEG-Umlage müsse nicht derart aus dem Ruder laufen, so der Biogasrat+. Hier gebe es verschiedene Faktoren, wie den EEG-Vermarktungsmechanismus, die dringend auf den Prüfstand gehörten. 


"Der Mechanismus hat sich in der Praxis nicht bewährt, denn durch den steigenden Anteil günstiger EE im Strommarkt sinkt zwar der Strompreis an der Börse, gleichzeitg steigt aber die EEG-Umlage, weil sich die Einnahmen aus der Vermarktung von EEG -Strom an der Börse verringern und damit das EEG-Umlagekonto zusätzlich belasten", erläutert der Geschäftsführer des Biogasrat+. 


Kritisch sieht der Verband die großzügigen Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen und fordert eine strikte Plausibilitätsprüfung, um Missbrauchsfälle von vornherein auszuschließen. 


Allein für 2013 hätten Unternehmen für knapp 20 Prozent des insgesamt in Deutschland verbrauchten Stroms Anträge auf Befreiung von der EEG-Umlage gestellt. "Politisches Ziel ist doch, Energie durch energieeffiziente Maßnahmen einzusparen. Wenn Unternehmen ihre Energieverbräuche nun künstlich hochschrauben können, um von Ausnahmeregelungen zu profitieren und dieBundesregierung tatenlos dabei zusieht, führt sie ihre eigenen Ziele ad absurdum und gefährdet die Akzeptanz für die Energiewende", so Schultz. 


Zudem profitierten Teile dieser Unternehmen, die ihren Strom direkt an der Börse bezögen, gleich doppelt von dem System, zum einen von den günstigen Großhandelspreisen für Strom, zum anderen von der EEG-Umlage-Befreiung - ein weiterer Knackpunkt in der Diskussion um eine faire Verteilung der Kosten der Energiewende in der Öffentlichkeit.


Um diese Probleme grundsätzlich zu lösen, spricht sich Schultz für die schnellstmögliche Komplett-Revision des EEG aus. "Der Biogasrat+ hat hierzu bereits im vergangenen Jahr bei der Novellierung des EEG 2012 Vorschläge auf den Tisch gelegt, die sicherstellen, dass die erneubaren Energien an Markt herangeführt werden, ohne die Kosten für den Ausbau weiter in die Höhe zu treiben. 


Wir wollen, dass jeder Erzeuger erneuerbarer Energien seinen Strom am Markt verkauft. Lediglich die Mehrkosten der Stromerzeugung gegenüber der konventionellen Stromerzeugung sollen noch durch eine Umlage finanziert werden, die auf der Zeitachse sinkt, da jeder Erzeuger bemüht sein wird, seinen Strom bedarfsgerecht einzuspeisen, um den bestmöglichen Preis am Markt zu erzielen. 


Nur so werden wir den Ausbau der Erneuerbaren und die Kosten dafür in den Griff bekommen", ist sich Schultz sicher. "Wir brauchen den Wettbewerb der konventionellen und erneuerbaren Energien auf Augenhöhe. Wettbewerb regulierter und subventionierter Preise gegen Marktpreise wird nicht funktionieren."



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