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ENERTRAG installiert neues Radarsystem zur bedarfsgerechten Befeuerung von Windparks

ENERTRAG installiert neues Radarsystem zur bedarfsgerechten Befeuerung von Windparks


Praxistest für Radarsystem im Bürgerwindpark Ockholm-Langenhorn

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Dauerthal (iwr-pressedienst) - Das nächtliche Blinken von Windenergieanlagen ist eines der größten Akzeptanzprobleme von Windenergieprojekten. Im Bürgerwindpark Ockholm-Langenhorn in Schleswig-Holstein werden derzeit Radarsysteme installiert, die das Dauerblinklicht künftig überflüssig machen. 


Das Windenergieunternehmen ENERTRAG bringt erstmalig ein neues Radarsystem mit Sensoren von Cassidian zum Einsatz, das im Windpark Langenhorn getestet wird. Künftig sollen die Lichter der Windkraftanlagen nur noch aufleuchten, wenn sich ein Luftfahrzeug nähert.


"Wir wollen die Anwohner des Windparks entlasten und damit zur Akzeptanz von Windkraftanlagen beitragen. Deshalb freuen wir uns, dass ENERTRAG sein erstes System mit den neuen Radaren in unserem Windpark installiert", sagt Melf Melfsen, Betreiber des Bürgerwindparks  Ockholm-Langenhorn an der Nordseeküste, an dem sich rund 500 Haushalte der Gemeinde beteiligt haben.  Rund eine Woche dauert die Anbringung der Radarsysteme an die REpower-Windkraftanlagen.


Das System wurde zusammen mit Cassidian, der Verteidigungs- und Sicherheitsdivision des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, entwickelt und arbeitet im X-Band Frequenzbereich. Es überwacht den Luftraum bis zu einer Entfernung von acht Kilometern und einer Höhe von 600 Metern. 


Solange sich kein Luftfahrzeug nähert, bleibt die Befeuerung ausgeschaltet. Erst wenn ein Flugobjekt den Luftraum betritt, werden die Feuer der Windenergieanlagen aktiviert. Das System überwacht alle sicherheitsrelevanten Funktionen selbstständig und übermittelt die Zustandsdaten regelmäßig an eine Überwachungszentrale. Sobald eine Störung auftritt, werden zur Sicherheit alle Lichter wieder eingeschaltet.


"Das Radarsystem wird zunächst mehrere Monate lang – zur Sicherheit bei laufender Befeuerung – im Feld getestet. Das Systemverhalten wird aufgezeichnet und dient als Nachweis für die behördliche Anerkennung, die für solche Systeme nötig ist", erklärt Thomas Herrholz, Geschäftsführer der ENERTRAG Systemtechnik GmbH, einem Tochterunternehmen der ENERTRAG AG.  "Im kommenden Jahr könnte die Befeuerung im Bürgerwindpark dann bereits bedarfsgerecht gesteuert werden. Wir planen, danach auch andere Windparks mit der innovativen Radartechnik auszustatten."



Bedarfsgerechte Befeuerung - Die Halterung für das Radarsystem ist fertig installiert.

Bedarfsgerechte Befeuerung - Die Halterung für das Radarsystem ist fertig installiert.


Bedarfsgerechte Befeuerung - Servicemitarbeiter von ENERTRAG montieren im Windpark Langenhorn
 den zweiten Spannring, an dem eines der Radarsysteme befestigt werden soll.

Bedarfsgerechte Befeuerung - Servicemitarbeiter von ENERTRAG montieren im Windpark Langenhorn

 den zweiten Spannring, an dem eines der Radarsysteme befestigt werden soll.


Das neue Radarsystem wird  auf der 


HUSUM WindEnergy-Messe vom 18 - 22 September 2012 am Stand 8C15


von ENERTRAG vorgestellt.

 

Über ENERTRAG

ENERTRAG erzeugt Strom aus Wind und anderen erneuerbaren Energien. Die Unternehmensgruppe mit rund 430 Mitarbeitern und Standorten in fünf Ländern plant, errichtet und betreibt Anlagen, entwickelt Technologien sowie Finanzprodukte und verfügt über ein umfangreiches Servicenetzwerk für Windkraftanlagen in Deutschland und Frankreich. Der Umsatz von ENERTRAG beträgt rund 250 Millionen Euro.



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