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Aigner muss Widerstand gegen Gesetz zur Haftungsregelung bei Offshore-Wind aufgeben

Aigner muss Widerstand gegen Gesetz zur Haftungsregelung bei Offshore-Wind aufgeben

 

Auch der Süden profitiert von Offshore-Wind

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Bremerhaven (iwr-pressedienst) - Das Offshore-Industrienetzwerk WAB fordert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf, Ihren Widerstand gegen das Gesetz zur Haftungsregelung bei Offshore-Windparks aufzugeben. Die weitere Verzögerung des Gesetzes gefährdet Investitionen und Arbeitsplätze in ganz Deutschland, so der Branchenverband WAB in Bremerhaven. 


Eine Studie der WAB zusammen mit dem Beratungsunternehmen PWC hat erst kürzlich aufgezeigt, dass der Offshore-Ausbau Umsatz und Arbeitsplätze in ganz Deutschland generiert. Derzeit arbeiten rund 14.000 Menschen in der Offshore-Industrie.

"Die küstenfernen Regionen haben einen erheblichen Anteil an der Wertschöpfung und an den Beschäftigen der Offshore-Windenergieindustrie. 


Deshalb ist der Widerstand von Frau Aigner unverständlich!", so Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB. Nach Aussagen der WAB/PWC-Studie zählen zu den Profiteuren des Booms keineswegs nur die küstennahen Regionen. Derzeit arbeiten über 40 % der Beschäftigten der Offshore-Windenergieindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. 


Der Umsatzanteil dieser Länder liegt bei über 50 %. Bayern alleine hat einen Anteil von rund 12% an der Wertschöpfung und liegt damit im Bundesländer-Vergleich auf Platz Drei. "Viele Unternehmen in Bayern sind in den letzten Jahren im Vertrauen auf die Politik in den Markt für Offshore-Windenergieanlagen eingetreten, um ihr Produktportfolio zu erweitern. Dies betrifft vor allem mittelständische Zulieferer.", so Meyer weiter. 


Die Studie der WAB zeigt, dass rund 65% der bayerischen Offshore-Unternehmen mittelständisch geprägt sind. Der Umsatz aus der Anlagenfertigung bzw. Zulieferung wird in den kommenden Jahren voraussichtlich auf über 1,2 Milliarden Euro und die Beschäftigtenzahl auf über 5.000 steigen. "Frau Aigner muss Ihre Blockadehaltung aufgeben, damit diese und weitere Arbeitsplätze nicht in Gefahr sind.", fordert Meyer. 


Die WAB weist darauf hin, dass es bereits durch die Verzögerung in der Regelung der Haftungsfrage zur Auftragsdelle gekommen ist. So hatte RWE kürzlich aufgrund der Situation Investitionen in Offshore-Wind verschoben. "Wenn das Gesetz jetzt nicht zügig kommt, droht das Auftragsloch!", so Meyer abschließend.

 

Die Windenergie-Agentur WAB ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören mehr als 350 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergie-Industrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.

 

Bremerhaven, den 22. August 2012



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