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Bürgerbeteiligung am Stromnetz-Ausbau

Bürgerbeteiligung am Stromnetz-Ausbau - windcomm e. V. und ARGE Netz erörtern Positionspapier mit Landesregierung


windcomm e. V. und ARGE Netz erörtern Positionspapier mit Landesregierung

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Husum (iwr-pressedienst) - Die Energiewende ist eines der Top-Themen der neuen Landesregierung. Ein essenzieller Baustein für deren Gelingen ist der Ausbau der Stromnetze. Nur so lassen sich die guten Bedingungen für die Energieerzeugung mit Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein umfassend nutzen.


"Wir wollen neue Wege gehen und damit die Innovationskraft der Windmüller erneut unter Beweis stellen", so Ulla Meixner, Vorstandsvorsitzende des windcomm schleswig-holstein e. V. "Die Bürger sollen nicht nur in den Planungsprozess einbezogen und umfassend informiert werden. Wir streben hier auch eine finanzielle Bürgerbeteiligung an, die dem Beispiel der erfolgreichen Bürgerwindparks folgt." 


Hierfür hat der windcomm schleswig-holstein e. V. ein Positionspapier zum Thema Bürgernetze bei der ARGE Netz aus Breklum in Auftrag gegeben, das auf einer von der ARGE erstellten Machbarkeitsstudie basiert. Bürgernetze in Form einer GmbH & Co. KG sind ein Angebot an die betroffenen Anwohner der geplanten Trassen, Miteigentum am Stromnetz zu erwerben und aus dem eingesetzten Kapital zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. 


Das würde nicht nur für eine Akzeptanz dieser notwendigen Infrastrukturmaßnahme, sondern auch für Wertschöpfung und Kaufkraft in der Region sorgen. Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist mit aktuell 55 Mitgliedern der Branchenverband Windenergie im nördlichsten Bundesland, während die ARGE Netz GmbH & Co. KG die wirtschaftlichen Interessen aller Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein vertritt und für ihre über 200 Gesellschafter die zukunftsweisenden Themen der Branche bearbeitet.


Die Energiewende erfordert einen grundlegenden Wandel von zentralen Großkraftwerken hin zu kleineren, dezentralen Erzeugungsstrukturen wie Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen. Das bestehende Stromnetz ist jedoch auf die zentrale Erzeugung ausgerichtet: Hoch- und Höchstspannungsleitungen verbinden Städte mit Großkraftwerken und verästeln sich besonders auf dem Land zu Mittel- und Niederspannungsleitungen. Diese Fließrichtung kann nicht einfach umgekehrt werden – neue Übertragungsleitungen sollen die Windparks mit den großen Energieverbrauchszentren verbinden.


Das Land Schleswig-Holstein schätzt, dass der Ausbau der Windenergieleistung allein an Land von aktuell 3.000 auf 9.000 Megawatt bis zum Jahr 2015 steigen wird. Das holländische Unternehmen Tennet TSO, Netzbetreiber für das Höchstspannungsnetz in Schleswig-Holstein, plant auf der Basis des 9.000-MW-Konzepts des Landes den Ausbau des Übertragungsnetzes. Tennet will in Schleswig-Holstein rund 200 km alte Höchstspannungsleitungen ersetzen und 300 km neue Leitungen bauen, darunter die so genannte Westküstenleitung. 


Sie soll über 135 km von Niebüll nach Brunsbüttel führen und bis zu 200 Millionen Euro kosten. Das Land Schleswig-Holstein hat bereits in Zusammenarbeit mit Tennet mehrere Informationsveranstaltungen zum Bau der Westküstenleitung organisiert. 


Wie der Ausbau weiter beschleunigt und die Bevölkerung eingebunden werden kann, erörterten der Vereinsvorstand des windcomm e. V. und Henning Holst, Geschäftsführer der ARGE Netz, mit Energiewendeminister Dr. Robert Habeck und Vertretern des Energiewende- und Wirtschaftsministeriums. Beide Institutionen stellten den Vertretern der Landesregierung bei dieser Gelegenheit ihr "Positionspapier Netzausbau – Bürgerbeteiligung durch Bürgernetze" vor.


Zusätzlich bedarf der Netzausbau einer neutralen Begleitung. "Wir setzen uns dafür ein, dass wir in Schleswig-Holstein eine Landesnetzagentur bekommen, die als zentraler Ansprechpartner die notwendigen Maßnahmen zum Netzausbau koordiniert. Deren Aufbau muss das Land schnellstmöglich vorantreiben", bekräftigt Meixner.


Henning Holst schlägt außerdem vor, den Netzausbau mit der Erprobung von Stromspeichern zu kombinieren. "Auch das beste Netz wird die Erzeugungsspitzen an sonnigen und windreichen Tagen nicht aufnehmen können. Deswegen treiben wir mit unseren Unternehmen seit mehr als drei Jahren konkrete Speicherprojekte voran." Hierzu gehören Großbatterien (Redox-Flow, Lithium-Ionen) und die Herstellung von grünem Wasserstoff aus Windstrom. 


Grundsätzlich fordert der windcomm e. V., dass die Landesregierung das Einwerben von Fördermitteln für Speicherprojekte und ihre Umsetzung in Schleswig-Holstein begleitet.


Eine Bürgernetz Westküste GmbH & Co. KG soll noch im laufenden Jahr gegründet werden. Das "Positionspapier Netzausbau – Bürgerbeteiligung durch Bürgernetze" ist auf Anfrage bei der Netzwerkagentur windcomm erhältlich. Auf der Website www.windcomm.de kann auch der "Leitfaden Bürgerwindpark – MehrWertschöpfung für die Region" heruntergeladen oder bestellt werden.

 

Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Vertretungsorgan der schleswig-holsteinischen Windbranche. Er wurde im März 2010 gegründet und hat Mitglieder aus allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windindustrie. Der Verein vertritt die Interessen der regionalen Unternehmen und Institutionen der Windbranche und fungiert als zentrale Vernetzungs- und Informationsplattform.

 

Husum, den 01. August 2012


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