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Elektro-Dienstwagen müssen endlich gerecht besteuert werden!

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•  juwi lässt nicht locker: Elektro-Dienstwagen müssen endlich gerecht besteuert werden!

•  Entwurf aus dem Bundesfinanzministerium kann Nachteil gegenüber Diesel und Benzin nicht wettmachen

•  juwi setzt weiter auf die "Vergleichsfahrzeug-Lösung"

 

Wörrstadt (iwr-pressedienst) - Alle reden von Elektroautos. Aber kaum einer kauft sie. Selbst umweltbewusste Unternehmen, die ihren Fuhrpark klimafreundlich machen wollen, setzen nach wie vor eher auf Diesel-Fahrzeuge mit reduziertem CO2-Ausstoß als auf Elektromobilität. 



Fuhrpark juwi-s

Trotz widriger, gesetzlicher Bestimmungen setzt juwi weiter auf eine klimafreundliche Fortbewegung mit Elektroautos. Derzeit hat das Unternehmen über 20 Elektrofahrzeuge in seinem Fuhrpark.  (Quelle: juwi)



Die Gründe sind offensichtlich: Nach derzeitiger Besteuerungspraxis verursachen Dienstwagen mit Elektromotor für Arbeitnehmer fast die doppelten Kosten wie klassengleiche Benziner. Mit einem Prozent des Listenpreises veranschlagt, der als geldwerter Vorteil versteuert werden muss, ist das Elektroauto wegen der höheren Anschaffungskosten finanziell nicht attraktiv.

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Der Wörrstädter Projektentwickler juwi, der bereits über 20 Elektrofahrzeuge in seinen Fuhrpark integriert hat, will dies nicht länger hinnehmen. "Ich halte es für mehr als fragwürdig, dass die Nutzung von Elektroautos als Dienstwagen im Vergleich zum normalen Benziner oder Diesel in erheblichem Maße teurer ist. Diese Tatsache steht in direktem Widerspruch zu dem erklärten Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen", schrieb juwi-Vorstand Matthias Willenbacher Anfang Februar in einem Brandbrief an Finanzminister Wolfgang Schäuble.

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Als Alternative forderte Willenbacher, der auch Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sachen Thema Elektromobilität ist, eine Besteuerung nach dem sogenannten Nutzwertprinzip ein. Vereinfacht bedeutet dies, dass Elektroautos in der Besteuerung nicht nach ihrem Anschaffungspreis, sondern nach dem Preis "vergleichbarer" Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor veranschlagt werden. Mit diesem Modell könnte man Dienstwagen mit Elektromotor als echte Alternative zum Benziner etablieren.


Statt schnell und konsequent zu handeln legte Schäuble jetzt einen Referentenentwurf vor, der nach Auffassung von juwi reine Augenwischerei ist. Danach soll der Preis für die Batterien eines E-Fahrzeugs aus dem Bruttolistenpreis herausgerechnet werden. Nur der Restbetrag wird für die Besteuerung herangezogen.


"Das vom Bundesfinanzministerium vorgestellte Konzept ist nicht komplett durchdacht und zudem schwer umsetzbar", sagt Dr. Ronald Große, bei juwi für die den Bereich Elektromobilität verantwortlich. Kein Autohersteller werde nachprüfbare Zahlen zum Anteil der Batterien an den Gesamtkosten eines Fahrzeuges machen. Dr. Große: "Die Batteriepreise werden mit den Lieferanten hart verhandelt und sind somit eine Art Betriebsgeheimnis".  


Zusätzlich würde die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagene Regelung Manipulationen Tür und Tor öffnen. Die Hersteller könnten den Kostenanteil der Batterie künstlich hochschrauben und so ihre Autos steuerlich günstiger und für Käufer attraktiver machen. "Im Supermarkt nennt man so etwas Mondpreise", sagt juwi-Manager Große.


Zudem ist der Vorschlag des Finanzministers in sich unlogisch und ungerecht. Fahrzeuge mit großen, teuren Batterien und höheren Reichweiten wären nämlich, weil deren Preis vor der steuerlichen Veranlagung abgezogen wird, für den Autofahrer günstiger als ähnliche Modelle mit geringerer Reichweite. 


"Ein geldwerter Vorteil muss die besseren Nutzungsmöglichkeiten durch höhere Reichweiten unbedingt berücksichtigen.  Anderenfalls ist er nicht gerecht", sagt Dr. Große und fordert erneut die schnelle Umsetzung des von juwi bereits seit zwei Jahren angewendeten "Nutzwert-Prinzip", für das ein Vergleichsfahrzeug zur Versteuerung herangezogen wird.


Bis dahin werde sich juwi nicht in den Schmollwinkel zurückziehen, sondern seine E-Flotte weiter ausbauen. Denn der Elektromobilität gehört die Zukunft. Jedoch nur dann, wenn der Strom dafür aus regenerativen Energiequellen kommt. Erst in Kombination mit sauberem Strom kann der saubere Antrieb wirklich eine positive Energiebilanz gewährleisten.


Zur juwi-Gruppe:

juwi zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz. Unser Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energien. Unser Antrieb: Mit Leidenschaft erneuerbare Energien wirtschaftlich und zuverlässig gemeinsam durchsetzen. Von der Standortsuche über Planung, Realisierung und Finanzierung bis hin zur Betriebsführung - juwi ist der kompetente Partner für die Energiewende mit regionalen Schwerpunkten.


Gegründet wurde juwi 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher in Rheinland-Pfalz. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.750 Mitarbeiter in 15 Ländern und erzielte im Jahr 2011 einen Jahresumsatz von rund eine Milliarde Euro. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen neben Solar-, Wind- und Bioenergie auch Wasserkraft und Geothermie sowie Green Buildings und Elektromobilität. 


Eine eigene Forschungsabteilung (juwi Research & Development) entwickelt Lösungen und Komponenten, um Strom aus erneuerbaren Energien noch günstiger zu machen.  Bislang hat juwi im Windbereich rund 540 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 950 Megawatt realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt.  


Diese Energieanlagen erzeugen pro Jahr rund 3,5 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht dem Jahresbedarf von etwa eine Million Haushalten.  juwi gehört zu Deutschlands besten und begehrtesten Arbeitgebern: Im Wettbewerb des "Great Place to Work Institute" landete das Unternehmen 2012 in der Kategorie 501 bis 2.000 Beschäftigte unter den Top 20. 


Die juwi-Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Singapur, Südafrika, Chile, den USA und Costa Rica. In Deutschland hat juwi Niederlassungen und Regionalbüros in zwölf Bundesländern.

 

Wörrstadt, den 25. Mai 2012



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