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Windmesse bleibt in Husum



Branchenverband und Windkraftunternehmen wollen keine Hamburger Messe

 

Husum (iwr-pressedienst) - 2014 bleibt Husum in bewährter Weise Austragungsort für die internationale Windmesse Husum WindEnergy. Mit Verwunderung nahmen der Branchenverband windcomm schleswig-holstein e. V.  und seine Mitgliedsunternehmen die Pressemitteilung des Verbandes Deutscher Maschinen und Anlagebau (VDMA) und der Hamburger Messegesellschaft in der vergangenen Woche zur Kenntnis. Darin hatten beide Institutionen angekündigt, eine internationale Fachmesse für die Windbranche etablieren zu wollen. Eine Woche  vor der Husum WindEnergy 2014 soll nun eine neue Branchenschau in der Hansestadt angeboten werden.  Für die Pressemeldung konnten der VDMA und die Hamburger Messe drei namhafte Unternehmen der Windindustrie mit klarer Hamburg-Affinität gewinnen. "Uns stört die Einseitigkeit der Darstellung und die Art des Umgangs unserer Hamburger Kollegen", erklärt Matthias Volmari, Vorstandsvorsitzender des windcomm schleswig-holstein e. V. Viele der vorgebrachten Argumente gegen den Standort Husum sind aus Volmaris Sicht schlichtweg falsch. "Die Husum WindEnergy hat ihre Qualität über die Jahre steigern können. Ansonsten wäre die Messe auch nicht kontinuierlich gewachsen. Außerdem wollen viele Firmen in Husum bleiben." 2010 waren es bereits über 950 Aussteller und über 35.000 Besucher. 2012 werden über 1.200 Aussteller und mehr als 40.000 Gäste erwartet.

Die Hansestadt warb gerne mit dem Argument, 4.000 Windenergie-Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren geschaffen zu haben.  In Schleswig-Holstein arbeiten allein in der Onshore-Branche über 7.000 Menschen. Im Einzugsgebiet um Husum sind es bereits über 3.500 Stellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion, Projektierung, Finanzierung bis hin zu Betrieb und Service-Wartung.  Hamburg hat kein Know-how bei der Produktion und dem Service von Windturbinen. Nicht nur dass diese Schlüsselsegmente fehlen, sie können während einer Messe auch nicht praxisnah vermittelt werden. Im Husumer Gewerbegebiet Ost, nahe dem Messezentrum, sind dagegen große wie kleine Windkraftunternehmen angesiedelt. Neben der Firmenzentrale für den Vertrieb Deutschland des Windkraftanlagenherstellers Vestas haben Service-Firmen wie Hansen Windtechnik und die Wind Energie Service Technik (WEST) ihren Sitz. Auch das international tätige Bildungszentrum für Erneuerbare Energien (BZEE) und die WKN AG sind dort ansässig. Letztere gehört zu den größten Projektentwicklern in Deutschland mit zahlreichen internationalen Standorten.

"Unsere Geschäftspartner mögen die Stadt und die zahlreichen Events rund um die Husum WindEnergy", bestätigt Catrin Petersen, Leiterin Kommunikation & Marketing bei der WKN AG. "Auch die Veranstaltungen in unserem Headquarter werden während der Messe von unseren Partnern gern in Anspruch genommen." Auch Andreas Eichler, Leiter des Vertriebs Deutschland bei Vestas, bestätigt das einmalige Umfeld der Husumer Leitmesse. "Rund um Husum befinden sich zahlreiche Windtestfelder mit den neuesten Anlagentechnologien. Beispielsweise haben wir einen Standort, wo wir unser aktuellstes Modell, die V112, dem Kunden direkt vorführen können. In der Hansestadt wäre so etwas undenkbar", bekräftigt Eichler.

Des Weiteren wurde dem Husumer Messeteam fehlende Erfahrung im Umgang mit einem solchen Großevent vorgeworfen. "Welche Messe hat denn eine längere Erfahrung und Tradition als die Husumer, die bereits 1989 startete?", fragt sich Ruth Brandt-Schock, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Windkraftanlagenproduzenten Enercon. "Unser Unternehmen ist seit Jahren auf der Husum WindEnergy sowie auf der Hannover Messe vertreten und wird das auch weiterhin tun. Eine dritte Messe ist vollkommen unnötig und verwirrt die Branche und unsere Kunden. Wir werden deshalb auf bewährte Angebote zurückgreifen und in Hamburg nicht ausstellen."

Der windcomm schleswig-holstein e. V. und seine Mitglieder hoffen nun, dass zeitnah eine Lösung erarbeitet wird, denn die jetzige Situation schadet dem Ansehen der deutschen Windbranche international. "Ein solcher Streit schwächt den deutschen Messestandort. Andere europäische Messegesellschaften warten nur auf eine solche Gelegenheit", gibt Matthias Volmari zu bedenken. Bereits in den Jahren 2002, 2004 und 2006 hatte Hamburg eine Windmesse organisiert. Ohne Erfolg. Deshalb ist Volmari sicher, wo die größte Windmesse der Welt über das Jahr 2014 hinaus stattfindet: "Natürlich in Husum, denn das wollen die Kunden!"

 

Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Vertretungsorgan der schleswig-holsteinischen Windbranche. Er wurde im März 2010 gegründet und hat Mitglieder aus allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windindustrie. Der Verein vertritt die Interessen der regionalen Unternehmen und Institutionen der Windbranche und fungiert als zentrale Vernetzungs- und Informationsplattform.

 

Husum, den 18. Oktober 2011

 


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