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Atomkraftwerke nicht einfach durch fossile Kraftwerke ersetzen


Atomausstieg bis 2022 Schritt in richtige Richtung/ Bundeskanzlerin muss offene Fragen klären/ EEG-Referentenentwurf ist energiepolitisch hoch gefährlich

30.05.2011 15:21:00

(pressebox) Berlin, 30.05.2011 - Der Bundesverband WindEnergie e.V.(BWE) begrüßt die Entscheidungen der Regierungskoalition, die Atomkraftwerke bis spätestens 2022 abzuschalten, als Schritt in die richtige Richtung. "Damit korrigiert die Bundesregierung ihre energiepolitischen Fehlentscheidungen vom vergangenen Herbst zumindest in Teilen", bewertet BWE-Präsident Hermann Albers die Entscheidungen der Bundesregierung.

Es gilt jedoch jetzt eine Reihe von noch offenen Fragen zu klären. Die Bundeskanzlerin muss den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes klar und deutlich sagen, wie sie die Atomenergie ersetzen will. Offensichtlich nicht mit Erneuerbaren Energien. Dem Entwurf des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes zufolge, das das Bundesumweltministerium kürzlich vorgelegt hat, verfolgt die Bundesregierung die gleichen Ausbauziele wie schon vor dem Reaktorunglück von Fukushima. "Wird das Gesetz so beschlossen, wird Atomenergie lediglich durch den Ausbau fossiler Kraftwerke kompensiert. Das ist keine Energiewende, sondern eine Problemverlagerung. Damit schiebt die schwarz-gelbe Koalition ihre Verantwortung einfach auf spätere Regierungen ab", mahnt Albers an.

Vor allem die im EEG-Entwurf vorgesehenen Vergütungssenkungen für die Windenergie an Land hätten für den weiteren Ausbau der Windenergie weitreichende Konsequenzen. "Es ist energiepolitisch höchst gefährlich mit der Windenergie an Land gerade die kostengünstigste und wichtigste Erneuerbare Energiequelle auszubremsen. Damit macht die Bundesregierung die energiepolitischen Ziele der Bundesländer zunichte. Sie würgt so etwa in Bayern oder in Baden-Württemberg eine positive Entwicklung ab, die noch nicht einmal richtig begonnen hat. Hier sind dringend Kurskorrekturen notwendig", bewertet Albers den aktuellen EEG-Entwurf. Auch vor dem Hintergrund, dass die Internationale Energieagentur heute erneut einen erhöhten weltweiten CO2-Ausstoß vermeldet hat, muss die Bundesregierung konkrete Maßnahmen zu einem beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien vorlegen.



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