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Windenergie-Finanzierung braucht stabilen Rahmen

WAB


200 Experten diskutieren auf Finanzierungstagung über On- und Offshore-Windenergie

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Bremen (iwr-pressedienst) - Anlässlich der heutigen Finanzierungs-Tagung der Windenergie-Agentur WAB und Mummert & Company Corporate Finance weist die WAB erneut daraufhin, dass für die Energiewende stabile politische Rahmenbedingungen notwendig sind. 


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Die derzeitige Diskussion um das EEG gefährde nach Ansicht der WAB den Ausbau der Windenergie und damit die Energiewende. Die WAB fordert statt kurzfristen ad-hoc Lösungen eine grundlegende Strommarktreform.


"Die Vorschläge der Bundesregierung zur Änderung des EEG gefährden die Energiewende", so Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB. Die WAB kritisiert insbesondere die Pläne der Bundesregierung rückwirkend in die Vergütung einzugreifen. 


Die Pläne sehen vor, im Nachhinein Betreiber von bestehenden Windenergieparks finanziell zu belasten. "Das ist ein Tabubruch, mit dem insgesamt das Vertrauen in den Industriestandort Deutschland beschädigt wird.", so Meyer. Nach Ansicht der WAB werden zukünftig erheblich weniger Investoren mit Eigenkapital in den Ausbau der On- und Offshore-Windenergie und damit in die Energiewende investieren.


Ronny Meyer wies zudem in seinem Eingangsvortrag darauf hin, dass für den gesamten Strommarkt neue Regelungen gefunden werden müssen: "Wir brauchen ein neues Strommarktdesign und keine schlechten ad-hoc Lösungen für das Erneuerbare-Energien-Gesetz.", so Meyer. 


Nach einer Analyse der Windenergie-Agentur WAB bietet der aktuelle Strompreis an der Börse selbst für den Bau von konventionellen Kraftwerken keinen Anreiz. 


Dies liege nach Angaben der WAB daran, dass derzeit alte abgeschriebene Kohlekraftwerke preissetzend am Strommarkt aktiv seien, die ihre Investitionskosten in der vom Staat regulierten Phase vor der Liberalisierung verdient haben. "Der Strompreis wird also zukünftig mit oder ohne erneuerbare Energien steigen – und dann doch lieber mit!", so Meyer weiter.


Die WAB kritisiert weiter die einseitige Kostendiskussion zu Lasten der erneuerbaren Energien und fordert die Politik auf, auch die gesamten Kosten der konventionellen Energie zu benennen. 


"Die Windenergie ist in den letzten Jahren immer günstiger geworden und heute schon wettbewerbsfähig, während die Preise für konventionelle Brennstoffe in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind.", so Meyer abschließend. Die Windbranche arbeite intensiv an weiteren Lösungen zur Senkung der Investitionskosten für On- und Offshore-Windenergie; z.B. finanziere die WAB momentan eine Studie zur Investitionskostenreduktion im Bereich Offshore-Wind.


Die Tagung "Finanzierungsalternativen für Windenergie (On-/ Offshore)" findet zum vierten Mal in Bremen statt. Rund 200 Vertreter von Investoren, Banken und Betreibern diskutieren aktuelle Trends zur Finanzierung. Die Veranstaltung wird von der Windenergie-Agentur WAB und der Mummert & Company Corporate Finance organisiert.


Die Windenergie-Agentur WAB ist das Netzwerk der Windenergiebranche in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie. Mehr als 350 Unternehmen und Institute sind seit 2002 Mitglied der WAB geworden. Sie decken die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergiebranche ab, von der Forschung über die Produktion und Installation bis hin zur Wartung.

 

Bremen, den 27. Februar 2013


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